TÜV Hessen hat im Zuge der vorherrschenden Corona-Pandemie umfangreiche Vorbeugungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen ergriffen, eine Meldekette eingerichtet und die Geschäftsleitung beobachtet und bewertet die Situation täglich sehr genau. Die vorhandene Arbeitssituation umfasst eine räumliche Trennung in den Geschäftsstellen und Homeoffice-Arbeitsplätze.

Unter Berücksichtigung dessen und den Empfehlungen von Behörden und Wissenschaftlern sowie mit der Unterstützung durch unsere Akkreditierungs- und Zulassungsstellen werden wir unsere Kunden möglichst umfassend weiterbetreuen und den Zertifizierungsbetrieb soweit wie möglich aufrechterhalten.


Wir bedienen uns hierbei Sonderregelungen, die wir unter Beachtung der Gegebenheiten des jeweiligen Unternehmens anpassen.

Bei Zertifizierungsaudits (Neu-Zertifizierungen) muss das Audit in der Regel verschoben werden. Wurde bereits eine Bereitschaftsbewertung im Unternehmen durchgeführt, kann das eigentliche (sogenannte Stufe 2-) Audit über die bekannte Frist von 6 Monaten hinaus auch noch nach 9 Monaten durchgeführt werden. Teile des Zertifizierungsaudits können über ein Remote-Verfahren mit Hilfe von digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien durchgeführt werden.

Was bedeutet das für Sie als Kunde der TÜV Hessen-Zertifizierungsstelle?

Das erste Überwachungsaudit nach einer (Neu-)Zertifizierung muss im Normalfall 12 Monate nach der Zertifizierungsentscheidung durchgeführt sein. Ist das zurzeit nicht möglich, dann ist vor Ablauf der Frist ein Teil der Auditzeit als Remoteaudit durchzuführen, um die Frist um 6 Monate zu verlängern. Vor Ablauf der Verlängerung muss die restliche Auditzeit vor-Ort erbracht werden.

Ein Re-Zertifizierungsaudit muss vor Zertifikatablauf erfolgen. Ist das zurzeit nicht möglich, dann ist vor dem Zertifikatablauf ein Teil der Auditzeit als Remoteaudit durchzuführen, damit das Zertifikat in diesem Ausnahmefall um 6 Monate verlängert werden kann. Vor Ablauf dieser 6 Monate muss die restliche Auditzeit vor-Ort erbracht werden.

Ein „normales“ Überwachungsaudit kann statt den üblichen 4 Monaten jetzt auch 6 Monate später durchgeführt werden (maßgebend ist das Datum der letzten Re-/Zertifizierungsentscheidung). In Ausnahmen kann diese Frist sogar noch weiter verlängert werden.

Bitte bedenken Sie, dass diese Regelungen nicht für alle Zertifizierungen gelten. Ausgenommen sind z.B. Zertifizierungen nach IATF 16949 und AZAV.
 

Was bedeutet ein Remoteaudit?

Ein Remoteaudit wird durch Einsatz von digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien, ohne die direkte Präsenz der Auditoren am Standort der Organisation durchgeführt. Hierbei müssen die Voraussetzungen (z.B. Technik, Art der Prozesse und Verfügbarkeit der Mitarbeiter) vor dem Audit geprüft werden.
 

Was ist bei einem Audit vor-Ort zu berücksichtigen?

Während der Corona-Pandemie müssen verschiedene Hygieneempfehlungen strikt umgesetzt werden. Dazu zählen u.a. ausreichender Abstand (mind. 1,5m, besser 2m) aller Beteiligten, gut zu lüftende Räume, regelmäßiges Händewaschen, ggf. Tragen von Schutzkleidung etc.
 

Weitere Fragen

Für weitere Fragen z.B. über die genaue Abwicklung wenden Sie sich bitte an Ihre Zertifizierungsstelle unter proficert@tuevhessen.de oder telefonisch 06151-600-331.